2004 Düsseldorf-Marathon

  

  

   geschrieben Mai 2004

Nudelparty
Dieses mal war ich gar nicht mehr ängstlich oder nervös. OK, ich hatte meine Zweifel über meine wahren Motive, aber ich hatte keine Angst mehr vor dem Marathon, ich wusste genau, daß ich es schaffen würde.

Am Samstag Abend kamen Markus und seine Freundin zu uns und wir haben noch ein Bißchen erzählt: die Männer in der Küche beim Nudeln-Essen (und Biertrinken;-) und die Mädels im Wohnzimmer.

Anfahrt
Am Sonntag ging's dann für uns um 06:30 aus den Federn, schließlich wollten wir die S-Bahn um halb Acht nicht verpassen. Miri hat uns nicht nur zum Bahnhof gebracht, sie ist auch gleich noch mal gefahren, um die Müllsäcke für den Startbereich, die ich in der Eile blöder weise zu hause liegen lassen hatte, für uns zu holen. An dieser Stelle noch mal Danke!!, denn es war sicher noch unter zehn Grad.

In Düsseldorf angekommen sind wir mit der U-Bahn vom HBF in die Nähe des Starts gefahren und den Rest durch die Fußgängerzone gegangen. Das dabei keine 10 Meter hinter uns die Kehrmaschine gefahren ist, hätte ein Pessimist als sehr schlechtes Ohmen für den Lauf gewertet: wer schon auf dem Weg zum Start vor dem Besenwagen herläuft....

Im Startbereich haben wir uns ein Wenig umgeschaut und vor allem über die vielen Gravier-Service gewundert: anscheinend wurde dieser Dienst auf jedem Dixi angeboten;-)

Nach dem Start der Skater haben wir unsere Kleiderbeutel abgegeben und sind zu unserem eigenen Start gepilgert.

Start
Markus war schon etwas nervös, für ihn würde es heuer die Premiere sein. Er hatte zwar schon 19! Marathons auf Skates gefahren, aber er war noch nie einen gelaufen. Damit habe ich ihn bisher immer aufgezogen, wenn er über seine Marathons berichtet hat (Du bist erst dann ein echter Marathoni, wenn Du gelaufen bist!)

Sein Ziel war also ankommen und Spaß haben.

Mein Ziel war es, einen super coolen Long-Run zu machen, viel Spaß zu haben und für den Rest der Saison zu trainieren, mich also nicht zu verausgaben. Kurz nach dem Start habe ich dann mein Tempo etwas über dem vom Markus angesetzt: zum Teil, weil ich fühlte 6:40 min/km sollten mit meinen Zielen vereinbar sein, zum Teil aber auch weil ich Markus seinen ersten Marathon alleine verdienen lassen wollte. Nur wer den Hammermann selber besiegt und sich alleine durchbeißt, kann den Zieleinlauf auch wirklich 100%ig genießen.

Laufen
Ich hatte meine Flasche dabei um unterwegs immer bei Bedarf kleine Schlucke trinken zu können und weil ich die vielen Plastikbecher nicht leiden kann. Unterwegs habe ich die Flasche dann zwei mal vollmachen lassen.


       

  

Organisation
Überhaupt, die Helfer / Orga: alles Astrein, so gut, daß ich fast vergessen hätte, sie zu erwähnen. Alle super nett und freundlich, immer reichlich von allem da, stets anspornende Worte: so muss das sein!! Danke!!

Streckenführung
Die Strecke war ok, nichts Besonderes aber für Düsseldorf ganz nett. Es wäre noch besser gewesen, wenn mehr Zuschauer dabei gewesen wären, aber das kommt bestimmt noch mit den Jahren. (das Dorf an der Düssel ist halt nicht Köln;-). Positive Ausnahme war der Zugang zur Brücke in Lörick, dort war auf ein paar 100 Metern richtig gute Stimmung.

 

Ungewöhnlich war die Streckenführung vor allem an der sog. Rheinknie-Brücke: die ist etwa bei Km 28 und es geht die Brückenrampe ein paar Meter rauf. Dabei kommen einem die besseren Läufer auf ca. 100 Meter entgegen und man hat einen super Ausblick von der Brücke auf den Zieleinlauf.

Zwischendurch habe ich ab und an Fotografiert, bzw. Zuschauer gebeten mich abzulichten. Besonderen Dank dabei an eine Skaterin bei Km 35 die dabei fast gefallen wäre.

Schön zu an zu sehen waren auch die Girls bei Km 16 und 40, die die Stimmung noch mal aufheizten.

Gleich danach ging es in sanftem Gefälle zur Rheinpromenade abwärts auf die Zielgrade: genau richtig für eine schwungvolle Ankunft.

Zielankunft
Meine Km-Zeiten pendelten immer um die 6:45, allerdings habe ich auf dem ersten Km und jeweils beim Flaschenfüllen, Pinkeln und Bildermachen einige Sekunden verloren, so daß meine Zielzeit 4:51 betrug.

Markus hat den Abstand nicht zu groß werden lassen (tatsächlich haben wir uns im Rennen zwei mal auf den Begegnungstrecken gesehen!!) und ist ein paar Minuten nach mir angekommen. Ich gratuliere hiermit öffentlich und werde ihn zukünftig als Marathon-Finisher akzeptieren!

Nachwort
Etwas zu Meckern gibt's dann aber doch noch: die Duschen im Ziel waren leider nur noch kalt, brrrr. Dafür konnten wir uns, kaum daß wir zu hause waren, unsere Zielzeiten im Internet anschauen.

By the way: danke an Godel für's nach Hause fahren!

Am Montag hatte ich ein Bißchen Knieschmerzen aber heute ist alles gut und ich bin froh, daß ich's gemacht habe.