2015 P-Weg

September 2015

Es sollte ein Wellness-Tag werden. So ähnlich wie Monschau. Einfach entspannt durchs Land traben und genießen. Das war der Plan. Hat nicht so ganz funktioniert. Glücklicher weise.

Die Anfahrt war schon nicht wie geplant, weil Markus nicht mit konnte. Schade. Bin ich halt alleine gefahren, auch ok. Ich war super früh da und konnte unmittelbar neben der Startnr.Abholung parken. Da gab's leckeres Frühstücks-Buffet (wer's bestellt und bezahlt hatte) und Kaffe.

Beim Start war es kühl und trocken und ich hatte noch meine Wellness-Plan im Kopf, so dass ich für ein Poser-Foto aufgelegt war. Quasi ab Startbogen geht es aber steil bergauf, so dass ich das Posen dann besser gelassen habe. Und dann kommt der Regen: kalt, nass und herbstlich. Klar, war angekündigt und ich bin vorbereitet. Trotzdem irgendwie brrrrrr.

   

Beim P-Weg sind sicher mehr Helfer als Läufer und die Feuerwehr ist überall. Das ist für mich total ungewohnt, denn so nette Privat-Läufe wie Eisenzwerg, Kleeblatt, RBW, etc. sind alle auf Eigenverantwortung. Beim P-Weg dagegen ist jede noch so kleine Kreuzung abgesichert. Und überall im Wald stehen unermüdliche Helfer die den Weg weisen. Es ist auch kein GPS-Track oder Navi nötig, denn der Weg ist super markiert. Dazu sind alle 5km ausgeschildert. Klasse.

Eine weitere Besonderheit sind die Schleifen, die der Weg bisweilen dreht. So kurven wir durch den Innenhof eines Altenheims und über die Außenanlagen des AquaMagis.

   


Ich plaudere ein bisschen mit einer Läuferin, die sich als Nicole entpuppt. Genau DIE Nicole, die beim Eisenzwerg der Wetzstein von Anja war und mich auf die Weise nieder-gehetzt hat. Schön, sie als sympathischen Menschen zu erleben, nicht nur als „Die-die-mir-den-Grillanzünder-genommen-hat“. Heute ist bin ich etwas schneller und lasse sie zurück: Rechnung beglichen.

Danach schließe ich mich einer lockeren Truppe aus Ursula, Olaf und zwei anderen an. Wir erzählen und genießen. Ich ernte immer wieder Staunen, wenn wir über die Schuhe reden. JA: ich bin mit den Lidl-Latschen für 9,99 (es war das letzte Paar, sonst hätten sie 19,99 gekostet) unterwegs. JA: das sind immer noch die geleichen vom RheinBurgenWeg. Nein, ich rutsche nicht und die sind sehr bequem.

Nur das mit der Wellness läuft heute nicht. Es gibt zwar immer wieder wunderschöne Momente, wenn der Regen einen Augenblick aufhört und die Sonne in den Wald scheint, aber es ist auch häufig kalt und windig. Außerdem ist der Weg doch länger als ein Marathon. Und 73km sind noch mal länger als die 67, die der P-Weg früher mal hatte.

   

Ich war den ganzen Tag so auf 8:59 hh:mm Finish-Kurs, aber ab km 60 bin ich langsamer geworden. Bei km 67 musste ich sogar meine Begleiter ziehen lassen und erst mal etwas mehr Riegel vom VP futtern. Damit ging es dann aber doch wieder ganz gut weiter und ab km 70 geht’s bergab. Also vom Weg her. Mir mir geht’s bergauf: ich kann auf einmal wieder flüssig laufen und komme in Plettenberg an. Leider regnet es immer noch und die Straßen sind leer. Voll deprimierend. Ich laufe zwischen den Gittern durch die Fußgängerzone und kein Mensch weit und breit. Regen. Nasses Pflaster und ich will doch noch unter die neun Stunden. Blick auf die Uhr: kann klappen. Aber der Weg zieht sich durch die Stadt und kein Ziel zu sehen.

Dann endlich, endlich komme ich auf die Bühne, wo grade der Sieger geehrt wurde. Oder war's der dritte? Wer anders? Hab ich verpasst, aber der Typ sieh total fit, entspannt und sportlich aus. Wir klatschen ab, als er die Bühne verlässt und ich rauf komme. Netter Zug. Ich bekomme meine Medaille und mein T-Shirt und treffe die Ulla/Olaf-Truppe noch mal wieder. Sehr geil: 8:56 hh:mm oder so! Ich bin ziemlich fertig und von Wellness keine Spur. 

 

Fazit: Ich muss demnächst mal ins AquaMagis und das mit der Wellness nachholen.